Schloss Heidelbeck

Schloss Heidelbeck

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Auszug einer Postkarte von 1901

Das Amt Heidelbeck wurde anfangs, seit ca. 1190, durch die Ritter von Ritter von Hilbeke (Heidelbeck) verwaltet. Historisch belegt sind z.B. Conrad von Heidelbeck und sein Sohn Burghard von Heidelbeck. Der Bau des Schlosses Heidelbeck erfolgte nach einer Tafel am heutigen Gebäude im Jahre 1257. Durch die Heirat von Lubbert IX. von Westphalen („der Reiche) mit Burghard’s Tochtert Gisela von Heidelbeck kam das Schloss Heidelbeck ab dem Jahre 1411 in den Besitz der Familie von Westphalen. Das heutige Wappen von Schloss und Schlosskrug basiert auf Lubbert’s Wappen. 

In der Zeit der Familie Westphalen muss auch die bauliche Gestaltung des Schlosses im Renaissancestil erfolgt sein, wahrscheinlich im Jahre 1552. Nicht mehr vorhanden ist das zweite Obergeschoss, dass in seiner Bauweise vermutlich der heute noch existierenden Schlossmühle vergleichbar gewesen ist. Es wird zudem aufgrund von Türübergängen vermutet, dass ein zweiter Schlossflügel existiert hat, der sich auf dem heutigen Parkplatz nahe der Schlossbrücke befand. Als Zugang zu den Etagen wird angenommen, dass ein Turm in der Ecke zwischen beiden Flügeln bestanden hat, ggf. ausgeführt als Holz- bzw. Fachwerkturm. Hauptzugang zum Schloss war ursprünglich eine Treppe zum ersten Obergeschoss, die sich am Übergang zur heutigen Schlossdeele befand. Alte Fotos lassen auch Rückschlüsse zu, wie diese Treppe ausgesehen hat.

Während dieser Zeit hat es auch lange eine enge Verbindung zum Kloster Möllenbeck gegeben. Der Herr von Schloss Heidelbeck war viele Jahrhunderts lang auch Stiftsherr des dortigen Kanonissenstiftes. Aus dieser Zeit stammt wohl auch die alte Legende von einem Geheimgang zwischen dem Kloster Möllenbeck und dem Schloss Heidelbeck. Historische Grundlage kann ein alter Eiskeller am Küchenberg hinter dem Schloss gewesen sein.

1839 erwarb dann der lippische Fürst Leopold II. das Schloss und den Heidelbecker Besitz von der Familie von Westphalen. Von 1839 bis 1933 dient das Schloss als Domäne, ab 1918 war es nach dem Ende der Monarchie Eigentum des Freistaates Lippe.

Die Familie Korf erwarb das Schloss im Jahre 1933. Nachdem dort bereits im Jahre 1912 eine Gaststätte eingerichtet worden war, war die Familie Korf verantwortlich für die sehr erfolgreiche Entwicklung hin zum heutigen, gastlichen „Schlosskrug“. In diese Zeit fällt auch der Bau der „Schlossdeele“ als Veranstaltungssaal mit ca. 200 Plätzen, der besonders für Hochzeiten und große Feiern gerne genutzt wird. Seit 2023 wird der Schlosskrug betrieben durch die Familien Scott & Popprichwald. Das Haus ist weit über Kalletals Grenzen hinaus bekannt als gute Adresse für gepflegte Gastronomie. Ob mit dem Auto, Motorrad, dem Fahrrad oder auch per Pedes, der „Schlosskrug“ ist eines der interessantesten Ziele im „Tal der Forelle“, wie die nördlichste lippische Gemeinde Kalletal auch genannt wird. In dem alten Gebäude können viele Geheimnisse entdeckt werden, so z.B. ein historischer Dachstuhl und verborgene Gänge und Zwischenetagen. Gut essen, gut trinken und entspannen, bei freundlicher Bedienung in gemütlicher Umgebung, das erwarten Sie von uns und so soll es auch sein.



Tag des offenen Denkmals am 09.09. und 10.09.2023

Auch das Schloss Heidelbeck konnte am 09.09.2023 und 10.09.2023 jeweils von 10:00 bis 21:00 Uhr besichtigt werden.
Führungen durch das Schloss mit Erklärungen zur Schlossgeschichte waren jeweils um 11:00, 14:00, 16:00 und 18:00 Uhr geplant.
Da die Personenzahl je Gruppe stark begrenzt war, wurde schnell klar, dass aufgrund des großen Besucherinteresses Extraführungen durchgeführt werden mussten.
Der neue Schlossherr selbst führte die Besucher um und durch das Schloss.

Bei seiner Führung wurde Jens Brakhage von Manfred Behrend und dem Schlossvorbesitzer, Wolfgang Korf, begleitet, die ihr Wissen zur Schlossgeschichte mit einbrachten.


Bildmitte: Wolfgang Korf
Bild rechts: Manfred Behrend


Den Besuchern wurde anhand von Fotos die neuere Geschichte des Schloss Heidelbeck erklärt. Bereits im Jahr 1912 wurde dort eine Gaststätte eingerichtet, die sich durch die Familie Korf zum heutigen Schlosskrug Heidelbeck entwickelte.


Die heutigen Gasträume des Schlosskrug:

Die Fensternischen machen die dicken Außenmauern des Gebäudes noch heute sichtbar:

Vom Obergeschoss führt eine schmale, steile Holztreppe auf den Dachboden:



Ein ursprünglich verborgener Gang vom Dachstuhl nach unten.



Die Bilder oben zeigen eine Fläche auf der gegenüberliegenden Straßenseite vom Schlosskrug, die zur Hochzeit des Fremdenverkehrs in Heidelbeck und Tevenhausen ein Brunnen schmückte, wie es die beiden nachfolgenden Bilder zeigen.

Nachfolgend einige Fotos vom Schloss und Schlosskrug aus alten Zeiten.




Liegewiese


Der Vorbau auf obigen Foto war früher ein Treppenaufgang zum Obergeschoss.
Auf dem nachfolgenden Foto ist eine Hochzeitsgesellschaft auf und vor der Treppe abgelichtet.

Das Bild zeigt das Nebengebäude an der Kurstraße.


Heidelbecker Schlossgeschichten mit Friedo Petig und Sammy: 6 Minuten-Video-Auszug vom Event am 03.02.2024
Schloss Heidelbeck – YouTube
Heidelbecker Schlossgeschichten >>Der Film<< 2 Std.